Discover New Experiences: Ein Tag auf dem Mobile Media Day

Der Mobile Media Day ist das größte eintägige Event rund um Digitalisierung und … natürlich mobile Media in Würzburg, Franken, Bayern. 500 Menschen haben sich im Vorfeld angemeldet, dazu kommen SPontanbesucherInnen, AusstellerInnen, Vortragende. Um die Mittagszeit geht’s in der Rotationshalle beim VCC los mit Fachvorträgen.

Unsere Gründen@Würzburg-Highlights präsentieren wir hier:

Start-up City

Die Start-up City hat zwei „Stadtteile“:

Einmal im Raum „Heisenberg“ mit 200 Sitzplätzen. Experten tragen in jeweils 30 Minuten Themen vor, die für Gründerinnen und Gründer interessant sind.

Zum anderen gibt es die Start-up Ausstellung in der Eingangshalle (?), wo sich neue Unternehmen präsentieren können.

Fortbildung für Start-ups beim #mmd19

Es ist 10:00 Uhr – Zeit für Christian Andersen, Projektkoordinator des ZDI Mainfranken, den Mobile Media Day einzuläuten. Er stellt die vielen Facetten von Gründen@Würzburg vor, von den Gründerzentren bis zum Gründerstammtisch, von den „Playern“, die dabei sind bis zum Nutzen des #MMD für die Anwesenden.

Mikedrop – Holger Loos von Loos Rechtsanwälte klärt auf über „Dos and don’ts im IT- und Medienrecht für Gründer“. Dürfen wir Spoilern: Den Rechtlichen Web-Führerschein kann man auch im TGZ Würzburg am 18.03.20 machen.
Heute geht es um Werbung im Netz, um Kaltakquise, um soziale Netzwerke, um Urheberrecht. Anm. der Reb.: Es fällt schwer, DAS Learning herauszuarbeiten. Superinteressant war z. B. beim Thema Akquise: E-Mail ist nicht. Sogar mit einem Telefonanruf vorher wird es schwierig, wenn man nicht beweisen kann, dass man zur Sendung einer Mail aufgefordert wurde.
Was darf nicht fehlen? Klar, die DSGVO. Auch hier kriegen wir einen kleinen Abriss von Holger, der neben seiner Kanzlei auch „SIDIT Datenschutz“ betreibt und sowas von weiß, wovon er spricht …

Holger Loos

BayStartUp, in personam Markus Hörrlein, bietet ebenfalls Kurse bei den Gründerzentren an. Heute spricht Markus über „Timing und Dealbreaker bei der Investorenansprache von Startups“. Es darum, wie Start-ups sich Geld besorgen können, denn – das zeigt er ganz klar auf – anfangs sind die meisten noch eigenkapitalfinanziert. Er räumt auf mit den ganzen Buzzwords. So erfahren wir beispielsweise, dass die berühmten drei F zwar immer noch als Family, Friends and Fools bekannt sind, man aber auch ‚Fools‘ durch ‚Fans‘ ersetzen könne – klingt tatsächlich irgendwie netter. Und wusstet ihr, dass ein Business Angel auch zum Mitentwickeln zur Verfügung stehen sollte, eine Risikobereitschaft mitbringen und da sein muss, wenn’s brennt?
Gut zu wissen ist, dass nach einer individuellen Beratung zu diesen Themen die Eingliederung in Inkubatoren oder andere Stationen, die z. B. auch das ZDI Mainfranken bietet, Ziel ist.

Markus Hörrlein

Einstiegsfolie: Everything that can go wrong, will go wrong. At the worst possible moment. – Startup CEO Morning Mantra. BAM.

Gregor Stühler und die scoutbee GmbH-Gründer haben privat gefundet, die 50.000 € waren nach sieben Monaten verbrannt. „Wir waren bankrott“. Eines der drei ‚F‘, ein Freund, hat scoutbee dann auf die Sprünge geholfen und es lief.
Lessons Learned“ heißt sein Vortrag und berichtet von dem, was er mit dem heutigen Global Player scoutbee erlebt hat. Neben Würzburg gibt es mittlerweile einige weitere Firmensitze, u. a. in New York und im Silicon Valley. Trotzdem sind wie hier gut aufgehoben: „In Deutschland kann euch nichts aufhalten zu gründen“, weil wir hier ein ausgebautes soziales Netz haben. Geht’s schief, macht man anders weiter. Es ist nicht wie in den USA, wo man dann keine Krankenversicherung mehr hat oder obdachlos wird. Guter Punkt.

„Listen to your customers not to outsiders“. Auf einmal sind alle im Umfeld Start-up-Profis und geben Feedback. „Sprecht mit anderen Gründern und mit euren potentiellen Kunden!“

Gregor hat viele Anekdoten mitgebracht, z. B., dass auf einmal alle im Umfeld Start-up-Profis sind und Feedback geben. Es fallen aber auch Worte wie „Post-IPO Market Cap“, „NDA“, „Funding Sequence“, „Ideation“. Eingängig sind Sätze wie „Das Messen ist wichtig! Ihr müsst wissen, warum etwas nicht funktioniert. So kann man etwas daraus lernen, wenn’s scheitert.“

Da Gregor aber nicht gescheitert ist, lernen wir auch von ihm, dass man bei der Zusammenstellung seines Teams auf etwas Wichtiges achten sollte: Menschen einstellen, die besser sind als man selbst.

Am Ende empfiehlt er wärmstens das Networken in der Würzburger Szene und legt den Kontakt zu den Gründerzentren ans Herz.

Gregor Stühler

Die Start-up City schließt mit „BEST of Branding für Startups – Mit der richtigen Markenstrategie durchstarten“ von Karsten Kilian, Professor an der FHWS, Fakultät Wirtschaftswissenschaften, und der wohl größte Freund des vielschichtig interpretierbaren Akronyms in Würzburg. Anhand dieser Akronyme fassen wir kurz zusammen, worum es ging (tatsächlich packte er in 30 Minuten unglaublich viel Wissenswertes):

BEST: Botschaft – Elemente – Signale – Taxierung
Handlungsempfehlung im „Würzburger Marken-Management-Modell“.

KURS: Konkret – ursächlich – relevant – spezifisch
Damit prüft ihr den Markenwert.

ZEBRAS: Zieldefinition – Entwicklung – Beurteilung – Ranking – Auswahl -Schutz
So findet ihr einen Markennamen. Und behaltet ihn auch.

BARDE: Bekanntheit – Assoziationsprofil – Reichweite – Durchführbarkeit – Eignung
Hier geht es um Influencer (daneben stünden die Corporate-Influencer, ohne Akronym).

Im Buch „Marken und Start-ups“ hat er zum Vortragsthema einen Beitrag verfasst. Diesen würde er euch als Gründerinnen und Gründer kostenfrei zur Verfügung stellen, wenn ihr ihm eine Mail mit einem Gruß von Gründen@Würzburg 😉 schreibt: kilian@markenlexikon.com

Karsten Kilian

Start-up-Messe

Gleich um die Ecke in der Shedhalle, haben zwölf Start-ups einen Platz als Aussteller gefunden. Mithilfe von Gründen@Würzburg präsentieren sie sich Hunderten von Besucherinnen und Besuchern. Kostenlos.

Start-up Pitch

Gerhard Frank, Gründen@Würzburg und IGZ Projektleiter: Gepitcht haben jeweils fünf Minuten:

HappyHippcampus
Gedächtnispaläste für’s Medizinstudium in einer App. EntwicklerInnen werden übrigens gesucht.

Cineamo
Kino kann mehr, als wir bislang dachten; solange man die Cineamo-App hat.

Circular Carbon
Nachhaltiges Erfolgskonzept aus Würzburg: Aus Kakaoschalen mit Carbonisierung schwarze Pflanzenkohle herstellen, was für’s Ökosystem tun.

Level3 GmbH
Smarte Planung mit künstlicher Intelligenz

Mit dem TedMe-Tool wurde online gevotet and the winner iiiis … Level3! Herzlichen Glückwunsch!

#mmd-Gimmicks

Klar überzeugt der Mobile Media Day jedes Jahr durch die geballte Expertise im Vogel Convention Center. Doch darum herum gibt es so viele kleine Details, die das VCC zum angenehmen ‚Meet and Greet‘ machen. Mit viel Liebe wurden die erdacht und können schon vor dem Tag angewendet werden:

               Digital: Nachhaltig in der Umsetzung

Tolle Sache: Es wurde auf Papier verzichtet, ausgedruckte Programme fliegen nirgends herum, dafür gibt es ein W-LAN-Passwort und eine App.

               Digitale Features

Perfekt für die Orientierung ist natürlich die genannte App zum Event. Zur Verfügung gestellt und entwickelt wird sie von Sponsor iWelt und war in ähnlicher Form schon bei der MainIT im Einsatz. Features sind nicht nur die Programmübersicht, sondern auch eine Bewertungsoption für die Beiträge und die Herzchen-Erinnerungsfunktion, die mit Push-Benachrichtigungen auf die ausgewählten Vorträge aufmerksam macht und – sehr wichtig – der virtuelle Cocktailmixer. Aus dem Cocktail-Roboter am Stand der iWelt kommt gleich darauf der frisch gemixte Cocktail.

              Auch nötig: Weder mobil, noch medial

Glücklicherweise vollkommen undigital stehen Kaffee, Wasser, Brezeln bereit und ein Foodtruck mitten in der Eingangshalle deckt alle weiteren Bedürfnisse.

Wir sehen euch beim #MMD20!

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Rebecca Hümmer
Rebecca Hümmer betreibt seit 2015 die Agentur hümmer kommunikation in Würzburg. So kann sie sich selbst gut in alle Themen rund um das Gründen hineinfinden und darf regelmäßig hier auf Gründen@Würzburg bloggen.
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