Drei junge Gründer aus Würzburg, junge Männer im Hemd, Büroraum, AlphaOmega

Am Puls der Energiewende 4.0

Erneuerbare, lokale Energiequellen – das ist der Fokus des Start-ups AlphaOmegaGreen, das seinen Firmensitz im brandneuen Inkubator des ZDI Mainfranken im Skyline Hill Center hat. Gegründet wurde das Business 2016, erst einmal für den französischen Markt, von Christoph Sasse (Geschäftsführer) und Frederik Stier (Founder und Vorstandsvorsitzender). Seit einem Jahr ist auch Felix Bischoff (Datenmanagement und Business Development) Teil des Teams. 

Strom von glücklichen Windrädern

Ziel des Start-ups ist es, die Verbraucher*innen für das Thema Energieoptimierung zu sensibilisieren und zu motivieren, Strom aus lokalen Energiequellen zu beziehen. 

,,Jeder, der ökologisch was auf sich hält, kauft seine Eier Bio und geht am besten zum Metzger vor Ort – warum dann nicht auch seine Energie vor Ort beziehen? Im Prinzip ist das Freiluftstrom von glücklichen Windrädern. “

Frederik Stier

AlphaOmegaGreen findet, kategorisiert und analysiert Standorte, die anschließend von Dritten aufgebaut werden. Sie verkaufen Windparks immer nur an die lokale Bevölkerung, damit die Gewinne vor Ort bleiben und haben somit ein sehr soziales Alleinstellungsmerkmal auf dem europäischen Markt etabliert.

Ihre Prämisse lautet: die Risiken privatisieren und die Gewinne sozialisieren. Dazu suchen sie nach privaten Partner*innen, beispielsweise einem großen Unternehmen, das dieses Risiko auf sich nimmt, sodass die Bürger*innen auch davon profitieren.

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Energiewende 4.0

AlphaOmegaGreen erhebt Kennzahlen bzgl. des Energieaufkommens der privaten Haushalte. Diese werden dann so aufbereitet, dass am Ende ein einziger, klar nachvollziehbarer Zahlenstrahl entsteht und die Verbrauchenden jederzeit wissen, woher ihr Strom kommt. Sie haben so die Möglichkeit, ein Bewusstsein für ihren tatsächlichen Stromaufwand zu entwickeln, um ein  nachhaltiges Nutzungsverhalten zu etablieren. 

„Wir können nicht zulassen, dass unsere regionale Energieversorgung und die damit bereits sozial aufgestellte Infrastruktur schlecht gemanagt wird, auf Kosten der Verbraucher, die dann damit Kohlekraftwerke subventionieren, weil unsere Anlagen nicht abgeriegelt werden, weil deren Strom vorgezogen wird. Das ist ein riesengroßes Problem in Deutschland.“

Frederik Stier

Diese Intransparenz stellt enorme Kosten dar und ist nicht effizient.

„Das ist die Energiewende 4.0: der transparente und digitalisierte Prozessablauf.“

Frederik Stier

Nachhaltig und kostensparend

Mit ihrer Vorgehensweise und Konzeption will AlphaOmegaGreen auch Vorteile auch für Industriestädte schaffen:

„Wir bieten Service für Stadtwerke und große bis mittlere Verbraucher an, um ihren Energieverbrauch zu optimieren, Kosten zu senken und das Energiesystem der Zukunft mit uns zusammen aufzusetzen.“

Christoph Sasse

Zusammenfassend geht es darum, eine Möglichkeit zu finden, wie man die erzeugte Energie lokal verwenden kann, am besten natürlich mit Kostensparpotential, sodass die Verbraucher*innen nicht mehr zahlen, sondern weniger. Interessant ist das auch für Städte, wenn für Industriegebiete ein niedriger Endenergiepreis bereitgestellt werden kann. Das bietet einen Standortvorteil, da Steuereinsparungen und Gewinne steigen. 

Damit schlägt AlphaOmegaGreen zwei Fliegen mit einer Klappe: das Energiesystem vor Ort wird optimiert und es wird lokaler Biostrom verbraucht.

Ziel des Start-ups ist es, junge Leute auf lange Sicht zu motivieren sich der lokalen Ökostrombewegung anzuschließen. Die Energieversorgung soll ganzheitlich restrukturiert werden, sodass europaweit grüner, lokaler Strom bezogen wird und wir jederzeit wissen, wo unser Strom herkommt.


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Rebecca Hümmer
Rebecca Hümmer betreibt seit 2015 die Agentur hümmer kommunikation in Würzburg. So kann sie sich selbst gut in alle Themen rund um das Gründen hineinfinden und darf regelmäßig hier auf Gründen@Würzburg bloggen.
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