Das ZDI Mainfranken ist komplett: Eröffnung des Inkubators im Skyline Hill Center

140 geladene Gäste ließen sich die Eröffnung des Inkubators, des dritten Gebäudes des Zentrum für Digitale Innovationen (ZDI) Mainfranken, am 10. Februar nicht entgehen; ein Festakt bei dem Persönlichkeiten regionaler und überregionaler Bedeutung anwesend waren.

v. l.: Kerstin Celina (MdL Bündins 90/DieGrünen), Manfred Ländner (MdL CSU), Marion Schäfer-Blake (Bürgermeisterin Würzburg), Dr. Eugen Ehmann (Regierungspräsident v. Unterfranken), Oberbürgermeister Christian Schuchardt, Roland Weigert (Staatssekretär im StMWi Bayern), Adolf Bauer (Bürgermeister Würzburg)
Foto: Bestle

Start-ups als Frischzellenkur der Volkswirtschaft

So die Oberhäupter der Stadt Würzburg mit Oberbürgermeister Christian Schuchardt und sowie zweitem Bürgermeister Adolf Bauer und dritter Bürgermeisterin Marion Schäfer-Blake.

Aus Berlin sendete Staatsministerin für Digitales Dorothee Bär ein Videobotschaft, die leider durch Sturm Sabine verhindert war. Aus München angereist war Staatssekretär im StMWi Bayern Roland Weigert.

Er hob die Gründerpolitik des Freistaates als „elementaren Baustein der Wirtschaftspolitik“ hervor. Man solle Unternehmergeist kultivieren und Start-ups als „Frischzellenkur der Volkswirtschaft“ wirken lassen, denn die heutigen Start-ups seien die Mittelständler von morgen.

Wie können wir ein agiles Arbeiten predigen und es selber nicht tun? Man muss vorrausschauend denken!

Projektleiter und Netzwerkmanager – jene, ohne die das ZDI Mainfranken sich nicht in der Art und Weise seines bereits großen Erfolges erfreuen könnte – traten natürlich ebenfalls vor das Publikum: Klaus Walther, Fachbereichsleiter Wirtschaft, Wissenschaft & Standortmarketing, passenderweise in Personalunion Projektleiter des ZDI Mainfranken und „Gründungsvater“ in Würzburg („sein“ erstes Gründerzentrum, wie OB Schuchardt lobend hervorhob, das IGZ Würzburg, feiert nächstes Jahr 20-jähriges Jubiläum) legte eine Ansprache in Pecha Kucha-Format hin: 20 Power-Point-Folien mit je 20 Sekunden Redezeit. Damit bewies er, dass er nicht nur andere zur Innovation antreibt, sondern sich auch selbst neuen Herausforderungen stellt und sich nicht zu fein ist, sie in der Öffentlichkeit auszuprobieren. Es sei hinzugefügt, dass er trotz eigener anfänglicher Bedenken die 20 Sekunden nur selten minimal überschritt; sich hingegen sogar meldete, wenn die Folien länger als 20 Sekunden „hängen geblieben“ sind.

Dr. Christian Andersen, Netzwerkmanager des ZDI Mainfranken, vermittelte offensichtlich freudig und erleichtert die interne Sicht auf das, was da entstanden war: Räume für frisch gegründete Start-ups, die hier ihre Ideen zur Reife bringen und erste Wachstumsschritte unternehmen können und – eigentlich am wichtigsten – Start-ups, die den Inkubator jetzt nutzen. 

Der „Würzburger Accelerator“ des ZDI Mainfrankens

Vier junge Männer auf dem Weg zur Gründung wurden von Andersen vorgestellt; zwei davon sind bereits „Cubaner“ (im Video von Projektleiter Walther erfahrt ihr, wie dieser Begriff zustande kommt) und nannten ihr Start-up Vision4Quality, bei Zweien steht der Projektname noch nicht fest. Allen gemeinsam ist, dass sie zusammen mit dem ZDI Mainfranken vor Kurzem die Accelerator-Test-Phase abgeschlossen haben. Dabei handelt es sich um ein Programm für Start-ups, in dem nicht nur theoretisch weitergegeben wird, wie Methoden, z. B. Design Thinking, funktionieren, sondern drei Monate lang praktisch der Weg Richtung Gründung begleitet wird. Das Team des ZDI hat übrigens ebendies selbst gemacht: sich immer wieder hinterfragt, Interviews geführt und den kompletten Design-Thinking-Prozess durchlaufen, bis eben jenes Accelerator-Programm auf sicheren Füßen stand und nun in die Testphase gehen konnte.

Ein ausgefeiltes methodisches Programm mithilfe von Design Thinking durchzuführen schreit geradezu nach den entsprechenden Fachleuten; so führte Tobias Greissing zusammen mit Michael Sabah und Max Lehnert ebenfalls Redner bei der Eröffnung und alle drei ihres Zeichens Senior Design Thinking Coaches, nochmals vor Augen, wie ein Team mit einem Methodenbaukasten begleitet werden kann, der ständig zum Out of the box-Denken anregt, ja im positiven Sinne sogar dazu zwingt. Damit treiben sie die Zukunftsfähigkeit Mainfrankens unter dem Motto“#Bassdscho‘ reicht nicht mehr!“ ein gutes Stück mit an.

Es ist vollbracht – durch das Zusammenwirken vieler

Während außen noch der letzte Feinschliff verliehen wird, ist innen schon alles picobello: Die Büros, Schreibtische, Loungeecken und Besprechungsräume sind eingerichtet und stehen zur Verfügung und die ersten Start-ups haben schon den Betrieb aufgenommen. Details zu den Räumlichkeiten und zur Anmietung findet ihr hier.

Nach dem Ideenlabor im Tower, wo Geschäftsideen entwickelt werden, und dem Gründerlabor „Cube“, in dem die ersten konkreten Ideen getestet und umgesetzt werden, bildet der Inkubator im Skyline Hill Center nun die Brutstätte für frisch gegründete Start-ups. Die Initiative für das Großprojekt reicht zurück ins Jahr 2016 – in dieser kurzen Zeit wurden die Ideen konkretisiert, alles organisiert, die drei Gebäude gebaut bzw. kernsaniert (im Falle des Towers) und nun abschließend eröffnet.

Das Skyline Hill Center ist Teil des gleichnamigen Areals am Hubland. Die WVV, Würzburger Versorgungs- und Verkehrs-GmbH, leistet damit einen immensen Beitrag zur Stärkung des Wirtschafts- und Technologiestandortes Würzburg und ist gleichzeitig Vermieterin der Räumlichkeiten an das ZDI Mainfranken. Viel Dank wurde bei der Eröffnungsfeier dem Freistaat Bayern zuteil, der vom Gesamtvolumen des Projekts ZDI Mainfranken in Höhe von 7,5 Millionen Euro 5,2 Millionen übernahm.

Bilder (soweit nicht anders angegeben): Bauerfeind & Hümmer

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Rebecca Hümmer
Rebecca Hümmer betreibt seit 2015 die Agentur hümmer kommunikation in Würzburg. So kann sie sich selbst gut in alle Themen rund um das Gründen hineinfinden und darf regelmäßig hier auf Gründen@Würzburg bloggen.
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