Starten mitten in der Würzburger City: Start-ups in den Starthubs

9 Uhr – Der Büroalltag beginnt. Im Nebenzimmer sitzt schon jemand in einer Online-Konferenz – Tür zu. Bevor wir uns ins Chaos stürzen, wird aber erstmal frischer Kaffee aufgesetzt. Mails checken, Projekte planen, telefonieren, organisieren, Meetings halten – es gibt viel zu tun, die Kolleg*innen sind ebenfalls alle in ihre Arbeit vertieft.

11 Uhr – Ein Pläuschchen mit den Co-Workern über den aktuellen Stand der Dinge, Neues aus dem Arbeitsalltag und dem Netzwerk verschafft eine willkommene kurze Pause, bevor es knackig weitergeht.

12.30 Uhr – Zeit für Mittagessen! Die Chefin knabbert an ihrem Salat, der Kollege am nächsten Schreibtisch – auf strenger Diät, wie immer – holt sich eine Pizza von nebenan. Man übertrifft sich gegenseitigen im Austausch über den „leidvollen“ Büroalltag, denn auf Dokument A wartet man ja schon seit Tagen und eigentlich wäre es Zuhause auch ganz schön. Und dann ist da noch dieser Gemeinschaftsdrucker! Spätestens jetzt bricht Gelächter aus – ob aus Verzweiflung oder Dankbarkeit … wir lassen es an dieser Stelle mal offen.

16.30 Uhr – Feierabend. Noch schnell alle Spuren des übereifrigen Kaffeekonsums beseitigen, bevor die ersten gehen. Einige bleiben noch – manchmal bis mitten in die Nacht. Und morgen früh geht’s weiter.

So in etwa sieht ein recht unspektakulärer Arbeitstag in den Würzburger Starthubs aus. Kurz zur Erklärung: Die beiden Starthubs – eines in der Sanderstraße, das zweite in Grombühl – sind Co-Working Büros, die die Stadt Würzburg verwaltet und vermietet. Das hat für die Gründer*innen vor allen Dingen den Vorteil der günstigen Miete, denn abgerechnet wird lediglich pro genutztem Schreibtisch – nicht für eine ganze Bürofläche – und die Gesamtmiete ist all inclusive zu verstehen (Elektrizität, W-Lan, Wasser). Wer sich den Mietspiegel für Büroräume in der Würzburger Stadt genauer zu Gemüte führt, wird von horrenden Preisen für vergleichsmäßig kleine Flächen recht schnell abgeschreckt sein, hinzu kommen natürlich noch Gebühren für Strom und Internet, sowie Wasser und Heizung. Gerade Start-ups werden so finanziell häufig schon gefordert, noch bevor sie ihr Produkt oder ihre Dienstleistung überhaupt vermarkten können. Eine Chance für Start-ups bieten da die Starthubs.

Synergien nutzen mitten in Würzburg

André Hahn ist für die Starthubs (und noch viel mehr in WÜ) zuständig und achtet stets drauf, dass die Mieter*innen miteinander gut zurechtkommen. Wie Deko und Einrichtung aussehen soll, lässt er ihnen komplett offen, wie in einer WG müssen sie das selbst regeln. So gibt es einen soliden Nährboden für das Netzwerken untereinander. Die Symbiose unterschiedlicher Branchen auf einer Bürofläche schafft einen einzigartigen Synergieeffekt, denn gleich hinter der Trennwand, dem Vorhang oder der Tür sitzen kreative und kompetente Köpfe, die jederzeit mit objektiver Meinung und Rat und Tat zur Seite stehen, wenn mal schnell neue Anregungen und Ideen hermüssen: Wie viel kann man für seine Dienstleistungen veranschlagen? An welche lokalen Unternehmen hat man in der Akquise noch gar nicht gedacht?
Gerade, wenn es beispielsweise um einen wichtigen Pitch geht, ist die konstruktive Kritik anderer Visionär*innen wertvoll und nützlich.

Starthubs und Gründerzenten in Würzburg

Vergleicht man die Starthubs mit den drei Gründerzentren in Würzburg, gibt es bei beiden Varianten Vor- und Nachteile. Die Starthubs haben natürlich die Vorteile WG-Aspekt und Anbindung. In den drei Gründerzentren, dem IGZ Würzburg, TGZ Würzburg und dem ZDI Mainfranken gibt es jedoch die professionell-beratende und -betreuende Unterstützung durch die Profis, die dort arbeiten.

Nicht zu vernachlässigen ist auch die Tatsache, dass die Starthubs per se keine Workshops oder Seminare für Gründer*innen anbieten (außer sie machen selbst welche, was immer gerne angenommen wird). In den Gründerzentren hingegen gibt es eine Vielzahl davon zu den unterschiedlichsten Themen, um die Mieter*innen auf die Geschäftswelt vorzubereiten und ihnen allerhand Infomaterial und Tipps mitzugeben (www.gruenderzentren-wuerzburg.de). Diejenigen, die schon weiter sind, freuen sich über Patentsprechstunden und Beratungen zur Investorensuche. Auch das Netzwerk der Gründerzentren und die Kooperationen mit z. B. BayStartUP ein sehr positives Feature.

Natürlich sind alle genannten keine exklusiven Veranstaltungen und stehen auch den Mieter*innen in den Starthubs zur Verfügung. Nur so bequem direkt vor der eigenen Bürotüre hat man sie eben nicht.

Arbeitsatmosphäre mit Charakter

Jedes Starthub hat seinen ganz eigenen Charakter. Von Trampolins, Billard und anderen Silicon Valley-Items kommt hier nichts vor. Würzburg Style, alles ganz individuell und gemütlich. Günstig und zentral. Alle „Mitbewohner*innen“ teilen dasselbe Ziel: ein erfolgreiches Start-up zu etablieren und dabei eine möglichst gute Zeit zu haben. Der enge Kontakt mit André und der Stadt helfen dabei.

Interessiert?

Dann fragt mal nach bei André Hahn andre.hahn@stadt.wuerzburg.de der klopft mal ans Schaufenster! 😉

Fotos Titelbild, Starthub Sanderstraße: Eva Bachmann und Jonas Jäger

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Rebecca Hümmer
Rebecca Hümmer betreibt seit 2015 die Agentur hümmer kommunikation in Würzburg. So kann sie sich selbst gut in alle Themen rund um das Gründen hineinfinden und darf regelmäßig hier auf Gründen@Würzburg bloggen.
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