MOZYS: Monitoring Systeme aus dem IGZ

Der integrierte Krankheitsdetektor für Maschinen ist die Idee dieser beiden Ingenieure: Amin Mozaffarin und Nils Zottmann. Sie sind schon seit Anfang 2015 mit ihrem Start-up MOZYS Engineering GmbH im IGZ. Das Innovations- und Gründerzentrum Würzburg hat genau das zu bieten, was sie suchten: überschaubare und erschwingliche Gewerbeflächen mit Flexibilität in der Vertragsgestaltung. Die Beratungs- und Schulungsangebote im IGZ waren für sie am Anfang besonders wichtig: Wie funktioniert es eigentlich, erfolgreich ein Unternehmen zu gründen und zu führen? Wie sieht’s aus mit BWL? Inzwischen kennen sie die Basics, vernetzen sich aber noch gerne mit gleichgesinnten Gründerinnen und Gründern. Treffpunkt ist für sie zum Beispiel der Gründerstammtisch und andere Veranstaltungen der Gründerszene Würzburg.

“Die Gründerszene ist in den letzten Jahren enorm gewachsen. Wir haben das hier richtig beobachten können.”
Amin Mozaffarin

Software für den Maschinen-Gesundheits-Check

MOZYS – das geht ins ins Ohr. Es steht für Monitoring Systeme, wobei dem Wort „Systeme“ das „Z“ von Mozaffarin/Zottmann verpasst wurde.

Amin und Nils haben eine Messtechnik für die industrielle Maschinenüberwachung entwickelt. Amin vergleicht das Prozedere in der Anwendung mit einem Arztbesuch: So wie ein Arzt seine Patienten etwa mit dem Stethoskop abhört, um nach Symptomen und ihren Ursachen zu suchen, so können ihre Messgeräte den “Gesundheitszustand” von Maschinen checken.

Mit den Sensor- und Messsystemen erfassen die Kunden die Schwingungen, aus denen der Betriebszustand der Maschine abzulesen ist. Die Geräte erkennen, wenn Verschleißteile abgenutzt sind, wie etwa beim Auto ein Reifen. Das MOZYS-Duo entwickelt die Hard- und Software rund um solche messtechnischen Anwendungen und bietet vielfältige Lösungen aus einer Hand. Besonders wertvoll für Maschinenhersteller ist, dass sie in die bereits vorhandene Software von Maschinen eine Diagnoseschnittstelle als Zusatzfeature einbauen können, die sogar rechtzeitig Bescheid geben kann, BEVOR die Maschine ausfällt oder zu Schaden kommt, was sie sicherer und effizienter werden lässt. Wenn es das nur auch – wie bei unserem Vergleich – in der Humanmedizin gäbe …

No Risk No Fun

Amin und Nils haben sich als Kollegen in einem Ingenieurbüro im Würzburger Raum kennengelernt. Gemeinsame Interessen führten sie zu ihrem Start-up: Die MOZYS Engineering GmbH. Als Unternehmenssitz kam für sie nur Würzburg in Frage.

Sie sind jung, sie sind professionell und sie sind hochmotiviert: Für die Vision ihrer eigenen Firma haben sie ihre sicheren Jobs als Ingenieure aufgegeben und erst einmal ein ganzes Jahr in die Vorentwicklung investiert – ein Risiko, das sicher nicht jeder auf sich nehmen würde!

“Wir hatten keinen Investor, keinen Auftrag, keine Sicherheit. Was wir hatten, war einzig unser gemeinsamer Plan und die Überzeugung, dass es einen hohen Bedarf an dieser Technologie gibt.”
Amin Mozaffarin.

Glücklicherweise gab es aber ein EXIST-Gründerstipendium für die beiden. Also haben sie ihre Innovationsidee ausgefeilt und auf Machbarkeit überprüft. 

„Neue Technologien zu entwickeln, stellt stets eine große Herausforderung dar und wirft immer wieder neue Fragen auf. Man muss Grenzen überwinden, um ans Ziel zu kommen.“
Nils Zottmann

Aber die beiden haben das mehr als erfolgreich gemeistert.

Weltweit gefragt

Für die Gründer war es von Anfang an wichtig, ihre Systeme nicht nur für Spezialisten oder für eine bestimmte Branche zu entwickeln. Stattdessen setzen sie einen klaren Fokus auf den Serieneinsatz und wollen eine Technologie, die großflächig von Maschinenherstellern und großen Fabriken genutzt werden kann. Ihre Lösung passt sich an individuelle Konfigurationsthemen und -wünsche an und wird direkt an die vorhandenen Kommunikationssysteme in den Maschinen oder die IT-Landschaft angebunden.

Ihre intelligenten Sensoren und Messsysteme stehen bereits jetzt hoch im Kurs: Anfragen kommen nicht nur aus der Region, aus Deutschland oder aus Europa, sondern sogar aus Indien und China.

 

Weiter so! Wir wünschen euch viel Erfolg!

 

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Rebecca Hümmer
Rebecca Hümmer betreibt seit 2015 die Agentur hümmer kommunikation in Würzburg. So kann sie sich selbst gut in alle Themen rund um das Gründen hineinfinden und darf regelmäßig hier auf Gründen@Würzburg bloggen.
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