15 Fragen an: comuvo

1. Zuerst einmal: Wer seid Ihr und was macht Ihr?

Wir sind Eva Bachmann und Jonas Jäger von comuvo.com, dem sozialen Netzwerk für Gesundheits- & Fitnessangebote. 
Eva ist 28, Grafikdesignerin und seit mehreren Jahren als Fitnesstrainerin tätig. Jonas ist 29 und Interface- und Interaction-Designer.

2. Wie seid Ihr auf die Idee für Euer Unternehmen gekommen?

Die Idee zu comuvo entwickelten wir während einer 6-monatigen Südostasien-Reise. Damals steckten wir mitten im Master-Studium und obwohl eine Auszeit in der Hängematte am Mekong sehr entspannend sein kann, juckte es uns immer wieder in den Fingern. Wir entwickelten verschiedene Ideen und Konzepte, aus denen schließlich unser gemeinsames Mastervorhaben heranwuchs. 

Als begeisterte Fitnesstrainerin stellte sich Eva auch während der Reise immer wieder die Frage, wie man Menschen zu einem fitteren, gesünderen Leben bewegen kann. Wir stellten fest, dass keine gute Plattform existiert, auf der Fitnessinteressierte hochqualitative Angebote, die individuell zu ihnen passen, finden können und sich umgekehrt qualifizierte Trainer sichtbar und auffindbar positionieren können. Das wollten wir ändern und so war comuvo geboren.

4. Welche Probleme/ Stolpersteine gab es im Rahmen der Gründung und wie habt Ihr diese gemeistert?

Wir entwickelten unser Konzept und einen ersten Prototypen im Rahmen unseres Masterstudiums und hatten das große Glück, dass uns unsere beiden Betreuer und Prüfer Christina Hackenschuh und Erich Schöls über die ganze Zeit hinweg unterstützten (und es auch heute noch tun) und wertvollen Input lieferten.

5. Welche Gesellschaftsform habt Ihr gewählt und warum?

Wir sind momentan eine GbR.

6. Wie habt Ihr die Gründung finanziert (Eigenkapital, Bank, Förderprogramm, etc)?

Wir sind in der glücklichen Situation, dass wir für die Entwicklung unseres Produkts keine externe Finanzierung benötigen und uns durch die Arbeit als freiberufliche Designer und Berater selbst finanzieren können. Wir haben uns bewusst gegen ein Darlehen bzw. ein Investment in diesem frühen Stadium entschieden. So können wir uns die nötige Zeit für die Produktentwicklung und das Ausbauen des Geschäftsmodells nehmen. Entscheidungen, die man aus (Existenz-)Angst oder Druck von außen trifft, sind nicht notwendigerweise die klügsten oder nachhaltigsten.

7. Was sagte damals Euer Lebenspartner/ Eure Familie zur Idee, ein Unternehmen zu gründen? Wie sehen sie das jetzt?

Unsere Familien haben uns von Anfang an unterstützt und uns so gut es geht den Rücken freigehalten.

8. Was war Euer emotionalstes Erlebnis (positiv oder negativ) im Rahmen Gründung bzw. im Rahmen der Anfänge Eures Unternehmens?

Das war der Moment, als wir mit unserem Prototypen online gingen und die ersten Reaktionen unserer Nutzer bekamen. Wenn die Zielgruppe(n), für die man sein Produkt entwickelt, so positiv reagiert, freut man sich natürlich ungemein!

9. Welche Chancen seht Ihr für Euch und Euer Unternehmen in der Zukunft?

Die Entwicklung zeigt, dass die Menschen immer gesundheitsbewusster werden und langsam verstehen, dass ein körperlicher und geistiger Ausgleich ein wichtiger Bestandteil eines gesunden Lebens ist. Das ist eine große Chance für uns und wir haben es uns zum Ziel gesetzt, diesen Markt nachhaltig positiv zu beeinflussen und den Menschen dabei zu helfen, gesund, fit und glücklich zu werden und zu bleiben.
Und wer weiss, vielleicht gibt es in Zukunft ja einmal ein globales comuvo Netzwerk mit Angeboten, Trainern und Sporttreibenden.

10. Was würdet Ihr anders machen, wenn Ihr noch einmal gründet würdet?

Wir würden nichts ändern – Aus allen Fehlern, die man macht, kann man seine Lehren ziehen und das ist ein wichtiger Teil des Prozesses und der persönlichen Entwicklung.

11. Eine allgemeine Frage: Wie schätzt Ihr die Situation für Gründer in Deutschland derzeit ein? Habt Ihr eine Empfehlung, was man ändern könnte?

Der Fokus liegt in Deutschland (speziell was Förderungen angeht) sehr stark auf vorwiegend technischen Innovationen. Man darf jedoch die gesellschaftlichen und inhaltlichen Innovationen nicht vernachlässigen. Dass die Startups, die unsere Gesellschaft in den letzten Jahren umgekrempelt haben (Facebook, Airbnb, Uber, etc.), nicht aus Deutschland kommen, ist kein Zufall. Daran können und müssen wir in Deutschland arbeiten.

12. Wenn Ihr Euch von der Politik etwas in Bezug auf Unternehmensgründungen wünschen dürftet – egal was – was wäre das?

Eine einfachere (finanzielle) Unterstützung für Startups wäre natürlich wünschenswert.

13. An welchem Ort kommen Euch die besten Ideen für Euer Unternehmen?

Gute Ideen können überall kommen. Manchmal macht es die Distanz zu einem Projekt, manchmal das sprechen darüber. Der physische Ort ist dafür aber eher weniger entscheidend.

14. Welchen Rat gebt Ihr anderen Gründern?

Wie schon in Frage 4 beschrieben können wir nur dazu raten, nicht zu viel zweifeln, nicht betriebsblind zu werden und nicht aufzuhören, sich selbst die unangenehmen Fragen zu stellen.

15. Gibt es noch etwas, was Ihr schon immer in einem Interview sagen wolltet?

 

Vielen Dank für Eure Zeit!

 

 

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Carsten Lexa
Carsten Lexa ist Wirtschaftsanwalt mit Spezialisierung auf Gesellschaftsrecht und Vertragsgestaltung (auch in englischer Sprache), Europajurist, G20 Young Entrepreneurs´ Alliance Präsident Deutschland (www.g20yea.com) und Botschafter der Oskar-Patzelt-Stiftung für den Großen Preis des Mittelstands.
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